Funde
weisen die Präsenz altsteinzeitlicher Menschen in San Pietro
a Maida nach. Im 6. Jahrtausend v. Chr. Siedlungen in der
Ebene von Sbari.
Nach Berichten
griechischer Historiker gab es Siedlungen der Enotrier und
Bruttier; vermutlich siedelten auch Italiker und Sikuler
nach Süditalien
Beginn der Kolonisation
durch griechische Siedler in Süditalien und Sizilien. Begründung
der Magna Gracia, Großgriechenlandes. Die ersten waren die
Vituli, die die Siedlung Vitulia ins Leben riefen und zukünftige
Namensgeber Italiens seinen sollten.
Alle Orte an der
Küste Kalabriens sind unter griechischem Einfluss.
Nach
dem zweiten Punischen Krieg ist Unteritalien römisch.
Kalabrien
gehört zum Reich von Byzanz. Mönche und Gelehrte aus Vorderasien,
Nordafrika und Sizilien bringen in Form des Christentums
wieder griechische Kultur nach Unteritalien. Die kalabro-griechischen
Mönche (Basilianer) gründen zahlreiche Klöster. Seit dem
9.Jh. bedrohen und plündern Araber von Sizilien aus immer
wieder die Küstenorte.
Die Normannen
erobern Kalabrien, sie bringen Stabilität und ein staatlich
kontrolliertes Feudalsystem.
Das
spanische Haus Aragon übernimmt die Herrschaft in Süditalien
und Sizilien. Die Arberesh, Christen aus Albanien, lassen
sich auf der Flucht vor den Türken in Kalabrien nieder.
Ab 1806 ist Napoleons
Schwager Joachim Murat König von Neapel. Das Elend der Massen
führt zu Emigration, vorwiegend nach Amerika, und begünstigt
das Bandenunwesen. Freiheitsbestrebungen kulminieren im
Volksaufstand unter Garibaldi, der mit der "Schar der
Tausend" Sizilien und Süditalien erobert.
Einigung Italiens.
In Norditalien steigt die Industrialisierung voran, doch
der Süden bleibt das Armenhaus.
Ein Drittel der
Bevölkerung Kalabriens wandert nach Amerika aus.
Mussolini gründet
die Kampfbünde und marschiert 1922 in Rom ein.
Durch die Lataranverträge
wird der Vatikanstaat offiziell gegründet.
Italien beteiligt
sich auf der Seite Deutschlands am Zweiten Weltkrieg
Im Anschluss
an den Zweiten Weltkrieg wird Italien nach einer Volksabstimmung
Republik (1946). Die Emigration der Kalabresen dauert an,
im Inneren der Region werden ganze Landstriche entvölkert.
Riten und Volkskultur sterben ab.
Die Regionshauptstadt
wird von Reggio nach Catanzaro verlegt. In Reggio wird dadurch
ein Prozess des Verfalls ausgelöst, der die Zusammenarbeit
der Politiker mit der Ndrangheta,
der kalbriesischen Mafia, begünstigt. Eine der Folgen ist
Bauspekulation an der Küste.
Durch die Direktwahl
des Bürgermeisters erhalten die Städte deutlich mehr Autonomie
und erleben daher einen Aufwärtstrend.