Kalabriens Geschichte | Vorgeschichte Kalabriens | Geschichte Kalabriens
  Geschichte Kalabriens | Kalabriens Geschichte | Vorgeschichte Kalabriens
 Die Geschichte Kalabriens
Vorgeschichte:

Funde weisen die Präsenz altsteinzeitlicher Menschen in San Pietro a Maida nach. Im 6. Jahrtausend v. Chr. Siedlungen in der Ebene von Sbari.

1600-800 v.Chr.:

Nach Berichten griechischer Historiker gab es Siedlungen der Enotrier und Bruttier; vermutlich siedelten auch Italiker und Sikuler nach Süditalien

18. Jh.v.Chr.:

Beginn der Kolonisation durch griechische Siedler in Süditalien und Sizilien. Begründung der Magna Gracia, Großgriechenlandes. Die ersten waren die Vituli, die die Siedlung Vitulia ins Leben riefen und zukünftige Namensgeber Italiens seinen sollten.

5. Jh.v.Chr.:

Alle Orte an der Küste Kalabriens sind unter griechischem Einfluss.

ab 2. Jh.v.Chr.:

Nach dem zweiten Punischen Krieg ist Unteritalien römisch.

6. Jh.-11. Jh.:

Kalabrien gehört zum Reich von Byzanz. Mönche und Gelehrte aus Vorderasien, Nordafrika und Sizilien bringen in Form des Christentums wieder griechische Kultur nach Unteritalien. Die kalabro-griechischen Mönche (Basilianer) gründen zahlreiche Klöster. Seit dem 9.Jh. bedrohen und plündern Araber von Sizilien aus immer wieder die Küstenorte.

ab 1053:

Die Normannen erobern Kalabrien, sie bringen Stabilität und ein staatlich kontrolliertes Feudalsystem.

15.-18.Jh.:

Das spanische Haus Aragon übernimmt die Herrschaft in Süditalien und Sizilien. Die Arberesh, Christen aus Albanien, lassen sich auf der Flucht vor den Türken in Kalabrien nieder.

19.Jh.-1860:

Ab 1806 ist Napoleons Schwager Joachim Murat König von Neapel. Das Elend der Massen führt zu Emigration, vorwiegend nach Amerika, und begünstigt das Bandenunwesen. Freiheitsbestrebungen kulminieren im Volksaufstand unter Garibaldi, der mit der "Schar der Tausend" Sizilien und Süditalien erobert.

1861:

Einigung Italiens. In Norditalien steigt die Industrialisierung voran, doch der Süden bleibt das Armenhaus.

1880-1920:

Ein Drittel der Bevölkerung Kalabriens wandert nach Amerika aus.

1919:

Mussolini gründet die Kampfbünde und marschiert 1922 in Rom ein.

1929:

Durch die Lataranverträge wird der Vatikanstaat offiziell gegründet.

1940:

Italien beteiligt sich auf der Seite Deutschlands am Zweiten Weltkrieg

1949:

Im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg wird Italien nach einer Volksabstimmung Republik (1946). Die Emigration der Kalabresen dauert an, im Inneren der Region werden ganze Landstriche entvölkert. Riten und Volkskultur sterben ab.

1970:

Die Regionshauptstadt wird von Reggio nach Catanzaro verlegt. In Reggio wird dadurch ein Prozess des Verfalls ausgelöst, der die Zusammenarbeit der Politiker mit der Ndrangheta, der kalbriesischen Mafia, begünstigt. Eine der Folgen ist Bauspekulation an der Küste.

1991:

Durch die Direktwahl des Bürgermeisters erhalten die Städte deutlich mehr Autonomie und erleben daher einen Aufwärtstrend.