|
Briatico

Die
heute 4.000 Einwohner zählende Gemeinde wurde mit
ihrem alten Zentrum Briatico Vecchia durch das Erdbeben
von 1783 fast völlig zerstört
Einige wenige Reste der malerischen
Ruine eines ursprünglichenmalerischen Kastells und der Stadtmauer. Der Wachturm aus der Besiedlung der Sarazener im 16. Jh.,
der Torre La Rocchetta und der Turm S. Irene, eine ehemalige römische Fischerei sind interessante Besichtigungspunkte. Es gibt einige Grotten, mit dem klangvollen Namen Grotten "der Feen" anzutreffen sind.
Briatico bietet den Reiz einer bizarr-felsigen Küste,
die von feinsandigen Stränden mit stahlblauem Meer durchzogen ist.
Die Umgebung
ist von Weinbergen, Olivenhainen und Obstplantagen geprägt.
Capo
Vaticano-Ricadi
Eine kleine Ortschaft
(4.200 Einwohner) liegt auf einer felsigen Landzunge inmitten eines der herrlichsten Küstengebiete der
Region, in der Gemeinde Ricadi. Der Kap liegt 284 m über dem Meeresspiegel und bietet eine unberührte Landschaft von aussergewöhnlicher Schönheit. Aufgrund seines großartigen Aussichtspunkts Belvedere auf die zerklüftete Küste, die Liparischen Inseln und bei klarem Wetter bis nach Sizilien erfreut der kleine Ort bei Touristen großer Beliebtheit. Capo Vaticano, überragt von einem hohen Leuchtturm, bietet eine Vielzahl von kleinen Buchten mit türkisblauem Meer und traumhaften weißen Sandstrände, welche von der Umweltorganisation Lega Ambiente mit der höchsten Wasserqualität ausgezeichnet wurde.
Harmonisch ins Bild fügt sich die Umgebung im Hinterland
mit Obstplantagen, Gemüsefeldern und Weingärten. Im Frühling verwandelt sich die Flora und Fauna des Capo Vaticano in ein Blumenparadies von tausend Farben und Düften. Die Meereslandschaft ist ein ideales Unterwasserparadies und bietet die grösste Artenvielfalt der Unterwasserwelt Italiens.
Catanzaro

Catanzaro wurde im 10. Jh. gegründet und ist seit 1971 Provinz- und Regionshauptstadt (ca. 97.000 Einwohner). Sie liegt 343 m hoch über dem Meer auf der ionischen Seite des Gebirgszuges der Sila und ist weniger als 10 km von der Küste (Golf von Sqillace) entfernt. Sie ist wichtigstes Landwirtschafts- und Handelszentrum Kalabriens. Da Catanzaro mehrere Male von Erdbeben zerstört wurde, besitzt es nur wenige Spuren seiner antiken Monumente, doch in einigen Stadtvierteln ist die ursprüngliche mittelalterliche Struktur mit charakteristischen, kreisförmig verlaufenden engen Gässchen fast vollständig erhalten. In der Villa Trieste, eine schöne Parkanlage aus dem 19. Jh., befindet sich ein Provinzmuseum mit reichen Funden und Kunstwerken der Region. In der nähe des Doms bewahrt die Kirche Rosario aus dem 16. Jh. in ihrem schönen Inneren wertvolle antike Werke. Catanzaro Lido ist ein beliebter Badeort mit schönen glasklarem Meer.
Museo Provinciale
Villa Trieste
Tel.: 0961 / 25434
Öffnungszeiten: Mo-Sa 9.30-13 Uhr und 16-19 Uhr
So 9.30-12.30 Uhr
Einzigartige Sammlung von 8000 Münzen, die ein Bild vom Handel in der Vergangenheit Kalabriens vermitteln.
Es ist das älteste Museum Kalabriens u. wurde 2001 komplett neu renoviert.
Museo delle Carozze
Siano
Tel.: 0961 / 449564
Öffnungszeiten: Mo-Sa 8.30-12 Uhr und 16-18 Uhr
Die Kutschenkollektion des Barons De Pàola und bäuerliche Gegenstände aus der Zeit der Großgrundbesitzer und ihrer Abhängigen.
Cosenza
Cosenza (ca. 78.000 Einwohner) wurde zwischen dem 3. u. 4. Jh. v. Chr. als das antike Cosentia gegründet. Von den Sarazenen mehrere Male geplündert, war es von der Zeit der normannischen bis zur spanischen Herrschaft das bedeutendste Zentrum Kalabriens. Cosenza teilt sich auf der Piazza Campanella in Neu-und Altstadt auf. Die Altstadt von Cosenza wird vom Kastell des staufischen Kaisers Friedrich II. gekrönt.
Weiterhin interessant ist der im romanisch-gotischen Stil errichtete, prächtige Dom aus dem Jahre 1222. In dessen Fassade öffnen sich drei Spitzbogenportale, und dessen Inneres das kostbare, mit bemerkenswerten Hochreliefs aus dem 13. Jh. dekorierte Grabmonument der Isabella d'Aragona beherbergt. In der Altstadt befindet sich auch die im Jahre 1217 gegründete Kirche S. Francesco d'Assisi, sowie die aus dem 16. Jh. stammende Kirche S. Francesco da Paola. Besichtigt werden können auch das schöne Theater Rendano und die Villa Communale. Im das seit 1803 bestehendem Café Renzelli werden Sie mit leckeren Kaffeespezialitäten und Süßspeisen verwöhnt.
Museo Civico Archeologico
Piazza XV Marzo
Tel.: 0984 / 813324
Öffnungszeiten: Tägl. 9.00-13.30 Uhr
Mo und Do 16-18 Uhr
Hier finden Sie Exponate zur Frühgeschichte und Antike aus dem cosentinischen Umland und einer Nekropole in San Mauro di Corigliano.
Reggio
di Calabria
Reggio di Calabria (ca. 180.000 Einwohner) ist die größte Stadt der Region und zugleich auch heimliche
Hauptstadt von Kalabrien. Die offizielle Funktion
hat seit 1971 das viel kleinere Catanzaro inne, weshalb
die Proteste Reggios in Rom auch nicht ausblieben. Seit ihrer Gründung durch die Griechen im 8. Jh. v. Chr. hat Reggio di Calabria zu allen Zeiten eine beherrschende Rolle in Süditalien gespielt. Einst blühende Stadt mit bedeutenden historischen Bauwerken aus byzantinischer, mittelalterlicher und barocker Zeit, wurde Reggio di Calabria 1908 von einem katastrophalen Erdbeben heimgesucht, das nahezu alle architektonischen Schätze vernichtete.
Die Stadt ist eine moderne, süditalienische Metropole und ist bekannt durch ihre freundlich-mediterrane Atmosphäre. Den Besucher erwartet "der schönste Kilometer Italiens".
Gemeint ist der Lungomare Matteotti mit seinen Palmen,
Gummibäumen, Magnolien, Zypressen, Pinien, Ficusbäumen
und Blumenbeeten sowie den pastellfarbenen, prächtigen
Jugendstilvillen, den der italienische Dichter
Gabriele d''Annunzio als "il più bel chilometro d'Italia"
bezeichnete. Man genießt von dort aus einen herrlichen Blick auf Sizilien und bei guter Sicht auch auf den Ätna. Nach diversen Erdbeben baute man die zerstörte
Kathedrale 1920 in Anlehnung an ihre ursprüngliche
Form in romanischem Stil neu auf. In ihrer Nähe
steht die Kuppeldachkirche der Optimaten-"Chiesa degli
Ottimati". Dieser Kirche gegenüber erhebt sich
das mächtige "Castello Aragonese", eine einst mittelalterliche
Burg, die im 15. Jahrhundert erneuert wurde. Mit dem Museo Nazionale besitzt die Stadt einer der bedeutensten Sammlungen Italiens. Dort befinden sich die beiden weltberühmten Bronzestatuen von Riace, ein Erbe der Magna Grecia. Die Innenstadt
Reggio lädt mit dem eleganten Corso Garibaldi zum flanieren und shoppen ein. Bekannt ist die Reggio di Calabria auch durch den Anbau von Bergamotten, welche weltweit nur dort wachsen. Daraus werden köstliche, lokale Spezialitäten wie z. B. Bergamotten-eis, -likör, -gebäck etc. hergestellt.
Museo Archeologico Nazionale
Piazza De Nava 26
Tel.: 0965 / 5812255/6
Öffnungszeiten: Tägl. 9-20 Uhr
Sa 9-23 Uhr
Es beherbergt die beiden berühmten "Bronzi di Riace", welche vor über 30 Jahren an der Küste von Riace gefunden wurden. Weiterhin finden sich Objekte aus der Zeit der griechischen Kolonialisierung Kalabriens bis zu Gemälden des kalabresischen Malers Mattia Preti.
Museo dello Strumento Musicale
Via Pineta Zerbi
Tel.: 0965 / 893233
Öffnungszeiten: Tägl. 9.30-12.30 Uhr
Ein privates Museum, in dem 800 Instrumente aus aller Welt ausgestellt werden. Dabei gilt dem traditionellen kalabresischen Tanz, dem "Tarantella Calabrese" ein besonderes Augenmerk.
Museo dell'Artigianato tessile della Seta, Costume e Moda Calabrese
Via Re Ruggero 9
Tel.: 0965 / 336155
Öffnungszeiten: Sa 8.30-12.30 Uhr
Tägl. auf Anfrage
Geschichte, Gegenwart und Herstellung der traditionellen Trachten.
Tropea
In bezaubernder Lage auf dem Vorgebirge zwischen den Buchten Sant'Eufemia und Gioia, ist Tropea heute ein vielbesuchter Touristenort. Es ist
eine charmante Stadt (ca. 7.300 Einwohner) mit einer jahrhundertelangen Geschichte. Tropea rühmt sich seines uralten Ursprungs, der durch zahlreiche frühgeschichtliche, griechische und römische Fundstücke belegt wird. Sie besitzt hervorragende Denkmäler aus byzantinischer und mittelalterlicher Periode sowie aus der Renaissancezeit. Seit dem Mittelalter konnte Tropea ihre Unabhängigkeit bewahren, besaß ein eigenes Parlament und war außer dem König keinem Feudalherren untertan. Diese Freiheiten zogen Adelige und unternehmerische Handelsherren an, deren Paläste mit repräsentativen Portalen heute noch die Straßen säumen.
Tropea ist wahrscheinlich das beliebteste Urlaubsziel Kalabriens und wird auch als die Perle Kalabriens bezeichnet. Von der schönen Altstadt hat man einen wunderbaren Blick auf das türkisblaue Meer. Tropea besitzt neben den Kirchen S. Francesco dei Capuccini, dell'Annunziata und die auf dem Felsen gelegene Benediktinerwallfahrtskirche Santa Maria dell'Isola. Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zun den liparischen Inseln (u. a. Stromboli). Tropea bietet eine Vielzahl von Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Altstadt lädt mit seinen zahlreichen Cafès und Restaurants, kleinen Boutiquen, und typisch italienischen Gässchen zum Flanieren und Verweilen ein.
Santuario di Santa Maria dell'Isola
Öffnungszeiten: Tägl. 9.30-12.30 Uhr
u. 14-20 Uhr
Tropeas Wahrzeichen auf dem Sandsteinfelsen und ehemaliges Benediktinerkloster.
Pizzo
 |
|
 |
Das kleine Städtchen Pizzo (ca. 8.500 Einwohner) liegt in bezaubernder Lage auf einem Felsen steil über der Bucht von Sant'Eufemia, und schiebt sich wie ein Schiffsbug ins Meer. Es ist ein wichtiges Fischerei-und Urlaubszentrum. Aus mittelalterlicher Gründung, besitzt Pizzo ein Aragonesenkastell aus dem Jahre 1486. Ungefähr drei Kilometer vom Stadtkern entfernt, liegt eine mythische Grottenkirche. Die Legende besagt, dass Ende des 17. Jahrhunderts hier drei schiffbrüchige neapolitanische Seefahrer an Land gespült wurden. Sie trugen bei sich ein Madonnenbildnis ihres Schiffes. Als Dank ihrer Rettung hinterliessen die Seefahrer dieses Bildnis am Strand. Die Fischer von Pizzo fanden es und erstellten einen Altar, ein Stück von der Fundstelle entfernt. Doch bei jedem Sturm, fanden Sie das Madonnenbildnis stets wieder an der ursprünglichen Stelle vor. Ihrem Schutz zu Ehren wurde um das Madonnenbildnis herum eine Grottenkirche erbaut. Alfonso und Emilio Barone errichteten in der Höhle zahlreiche Tuffsteinskulpturen in den Jahren 1900 - 1979. Einmal im Jahr findet in Pizzo eine Madonnenprozzesion statt und zahlreiche Pilgerer feiern nach der Heiligen Messe ein grosses Fest. In den Eisdielen des Ortes, ist man besonders stolz auf das hier erfundene "Tartufo-Eis".
| Sila

Das fruchtbare Hochplateau der Sila umfasst die Sila Grande und die Sila Piccola. Sie überrascht den Reisenden mit der Möglichkeit das"grüne Herz Kalabriens" zu entdecken. Ausgehend von Catanzaro
Lido, führt die Straße den Touristen
durch Sila. Ihn erwarten ausgedehnte Hochflächen, bedeckt von dichten Wäldern und weiten, wunderschönen Seen. Der Parco Nazionale della Calabria in der Sila Grande besitzt den größten Wolfsrudel Süditaliens und eine große Präsenz von Reh, Damhirschen, Gämsen, Raubvögeln und seltenen Vogelarten. Die Luft ist etwas frischer, und es gedeihen Wildkräuter, Pilze, Erd- und Himbeeren, Orchideen und Lilien. Die dort gefangenen Forellen sind in jedem Restaurant der Region zu haben.
Im Winter verwandelt sich diese Wald- und Seenlandschaft in einen
weißen Traum, und die Landschaft nimmt endgültig
skandinavische Züge an. Von Frühjahr
bis Herbst laden markierte Wege zum Wandern ein,
längere Distanzen lassen sich mit Mountainbikes
oder auf dem Pferderücken zurücklegen.
Stilo
An den Hängen des Monte Consolino in schöner Panoramalage in Sichtweite des Ionischen Meeres erbaut, wurde Stilo in griechischer Zeit gegründet und in byzantinischer Zeit ein bedeutendes Zentrum der Basilianer. Auf Felsausläufern erheben sich die Reste eines Normannenkastells aus dem 11. Jh., das in der Renaissance umgebaut wurde. Außer der Kirche S. Francesco, ein hervorragendes Beispiel des kalabresischen Barocks, und des aus dem 12. - 14. Jh. stammenden Doms dell'Addolorata, weist das Städtchen Stilo eines der ältesten und besterhaltenen byzantinischen Kirche der Region auf: die Cattolica, ein Juwel der byzantinischen Kunst. Im 10. Jh. im oberen Teil von Stilo errichtet, reproduziert die Kirche in einem kleineren Maßstab die typische Anlage der byzantinischen Kultgebäude des Vorderen Orients.
Kirche La Cattolica
Öffnungszeiten: Sept.-April: 7-19 Uhr, Mai-Aug.: 8-20 Uhr
Die vor gut tausend Jahren erbaute Cattolica gilt als das schönste Bauwerk Kalabriens und ist somit heute eines der kulturgeschichtlichen Wahrzeichen Kalabriens.
Sibari
 |
|
 |
Sibari (ca. 2.500 Einwohner) ist eines der reichsten und berühmtesten
Kolonien der Magna Graecia. Sibari wurde
zwischen 730 und 720 vor Christus entdeckt.
Es liegt in der Mitte von Coscile und Crati,
also in einer guten strategischen Position
für die damaligen Handelsstraßen.
Sie entwickelte sich mit 100.000 Einwohnern
rasch zur größten Polis der Magna
Graecia. 510 v. Chr. zerstörte das
benachbarte Kroton das als vergnügungssüchtig
verrufene Sibari. Erst 444 v. Chr. kam es
mit Unterstützung der Athener zur Neugründung
der Stadt Thourioi. Ab 193 v.Chr. war die
Stadt die römische Kolonie Copia, bis
im 6. Jahrhundert Landversumpfung und Malaria
das endgültige Aus brachten. Die Stadt verfügt
über riesige Dimensionen, was dazu führte,
dass Sibari zur zweit größten Stadt
der Magna Graecia wurde. Das Herrschaftsgebiet
breitete sich, in Anbetracht der historischen
Quellen von 25 Städten, aus. Es reichte
bis zu dem Thyrrenean See, wo die Nebenkolonien
Posidonia, Laos und Scidro gefunden wurden.
Museo Archeologico Nazionale della Sibarìtide
Via Casoni
Tel.: 0981 / 79932
Öffnungszeiten: Tägl. 9-18.30 Uhr
Juli-Aug. 9-20 Uhr
Hier sehen Sie antike Funde aus Sybaris/Copia, wie zum Beispiel Keramik aus Kornith, Athen, Sparta und von den ägäischen Inseln, Marmorskulpturen, Keramikfiguren, Grabbeigaben und Dinge des täglichen Gebrauchs.
Vibo Valentia
Die Provinzstadt Vibo Valentia (ca. 35.000 Einwohner) liegt auf einer Hochterasse mit wunderschönen Panoramablick auf den Golfo di Sant'Eufemia. Es ist eine typisch italienische, pulsierende Stadt mit zahlreichen alten, kleinen Gässchen die zu einem Einkaufsbummel einladen. Außerhalb des Stadtzentrums befindet sich das Schloss der Hohenstaufen, welches aus dem 12. Jh. stammt. Von dort auf genießt man einen schönen Blick auf Olivenhaine des Hinterlandes, der Berglandschaft der Serra San Bruno und bei klarem Wetter bis zum Ätna. Die Sakralgebäude von Vibo Valentia stammen ursprünglich aus dem 14. bis 17. Jh., wurden aber aufgrund der Erdbeben des 18. u. 19. Jh. bei Verwendung verschiedener Stilelemente neu errichtet. In Inneren der Kirchen finden sich üppige Barockgemälde. Von besonderem Interesse ist auch das Archäologische Museum im Palazzo Gagliardi.
Museo Archeologico Statale Vito Capialbi
Castello Normanno-Svevo
Öffnungszeiten: Tägl. 9-18.30 Uhr
Aug.-Sept. Sa auch 21-22.30 Uhr
Hervorragende Ausgrabungsfunde griechischer Grabbeigaben, darunter auch ein bei den olympischen Spielen gewonnener Preispokal.
Rossano
Das malerische Städtchen Rossano (34.000 Einwohner), von ausgedehnten Olivenhainen umgeben, erstreckt sich an den steilen Hängen eines Hügels. Auch die Berge der Sila und die Strände des ionischen Meeres können in kürzester Zeit erreicht werden. Es erlebte vor allem dank des Wirkens der basilianischen Mönche seine größte Blüte in byzantinischer Zeit zwischen dem 8. und 9. Jh.
Die schöne erneuerte Kathedrale aus der Barockzeit und der wunderbaren Kirche S. Marco, die zwischen Ende des 10. und Anfang des 11. Jh. gegründet wurde, laden zu einem Besuch ein. Zudem rühmt sich Rosanno eines interessanten Diözesemuseums. In der Nähe befindet sich der zu Beginn des 12. Jhs. gegründete antike Klosterkomplex S. Maria del Pàtire, von welchem noch Ruinen des Klosters und die schöne Kirche mit Apsis erhalten sind.
Santa Maria del Pàrtire
Landschaftlich einzigartig gelegenes ehemaliges Basilianerkloster. In byzantinischer Zeit einst reichstes Kloster Süditaliens. Im Inneren befinden sich wertvolle Mosaikböden mit Tiermotiven aus dem 12. Jh.
Öffnungszeiten: Tägl. 8-18 Uhr
Kirche San Marco
San Marco ist eine der schönsten Sehenswürdigkeiten in Rossano. Aus dem 5. Jh. stammend, ist sie ein Juwel byzantinischer Kunst.
Öffnungszeiten: Sommermonate tägl. 9-13 Uhr und
16.30-20.30 Uhr
Sonst 9-12 Uhr und 16-19 Uhr
S. Giovanni in Fiore
Der Ort (ca. 19.000 Einwohner) liegt etwa auf 1000m Höhe auf dem Hochplateau der Sila. Es ist ein bedeutendes Handels-, Handwerks- und Touristenzentrum und berühmt wegen der Abtei Badia Florense, welche Ende des 12. Jhs. von Gioacchino da Fiore gegründet wurde.
Abbazia Florense
Sie weist eine sehr interessante Architektur auf, u. a. das gotische Portal, die Apsiszone, die Gebeine des Gründers Gioacchino da Fiore in der Krypta.
Via Monastero
Öffnungszeiten: tägl. 8-12 Uhr und
14.30-19 Uhr
Um 11 Uhr wird eine heilige Messe gesungen
Museo Demologico
Das anthropologische Museum gewährt einen interessanten Einblick in die (vergangenen) Lebenswelten der Sila-Hochebene.
Via Monastero
Öffnungszeiten: Mo-Sa 8.30-18.30 Uhr
Mitte Juni-Mitte Sept. auch So 9.30-12.30 Uhr und
15.30-18.30 Uhr
Soverato
Der helle Sandstrand und das kristallklare Meer machen Soverato (ca. 11.000 Einwohner) zu einem beliebten Badeort und Treffpunkt für Windsurfer. Die Mutterkirche besitzt eine Marmorgruppe der Pietà und ein Basrelief mit dem Ecce Home, die von Antonio Gagini im 16. Jh. geschaffen wurde. Aus dem selben Jahrhundert stammt der Wachturm an der Küste, der Turm "Carlo V." Ebenso weist das Gebiet um Soverato interessante Funde aus prähistorischer und klassischer Zeit auf.
Camigliatello
Camigliatello, der wegen der Sommerfrische, als auch für den Wintersport beliebte Touristenort in der Sila Grande, bezaubert durch eine Dampflokomotive, 1926 von den Borsig Werken in Berlin gebaut und immer noch im Einsatz. Die Strecke liegt im Gebiet des Parco Nazionale und führt über Europas höchstgelegene Schmalspurbahnstation Silvana Mansio auf 1406,5 m Höhe.
Paola
In Paola (ca. 17.000 Einwohner) wurde der verehrteste Heilige Süditaliens geboren, San Francesco da Paola (1416-1507). Er gründete das ehemalige Kloster des Ortes, das die Taten des Heiligen der demütigen Barmherzigkeit, wie z. B. die Überquerung der Meerenge von Messina auf einem Mantel zeigt. Die Wallfahrtskirche besteht aus Renaissance- und Barockgebäuden. Von dort aus führt auch der Weg in die hübsche Altstadt, die von den Überresten des Kastells der Aragonesen überragt wird und mit eleganten Barockgebäuden bereichert ist. Durch die monumentale Porta S. Francesco betritt man die Piazza del Popolo mit einem barocken Brunnen.
Amantea
Im Mittelalter war Amantea (ca. 14.000 Einwohner) Sitz einer bedeutenden byzantinischen Festung und im 9. Jh. eines sarazenischen Emirats. Der alte Bauern- und Fischerort lädt zum Besichtigen derStadtmauer eines byzantinischen Kastells ein. Weitere kulturelle Zeugnisse der Vergangenheit sind die Kirche S. Bernadino da Siena aus dem 15. Jh., in der man die kostbare Marmorskulptur der Maria mit Kind von Antonello Gagini besichtige kann.
|
|
|
| |
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
|
|